Reminder: CfPs der Themengruppe Diskursforschung der DVPW, für die Offene Sektionstagung der Sektion IB der DVPW

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Call for Papers endet am

Freiburg
Deutschland

Liebe Kolleg*innen,

die Frist für die Einreichung von Panels für die Offene Sektionstagung der Sektion Internationale Beziehung der DVPW, die im Oktober 2020 in Freiburg stattfindet, nähert sich. Die Themengruppe Diskursforschung der DVPW hat drei Panels initiiert. Bis morgenabend morgenabend, 14.11.2019, nehmen die Organisator*innen gerne noch Abstracts für folgende Panels entgegen.

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Panel: Re-conceptualizing Security and (De)Securitization – contributions from discourse studies

During the 1990s, the notion that “danger is not an objective condition” (Campbell 1992) was established and opened the way for new frameworks to analyze security. These new approaches allowed for studying the role of discourses and the performative nature of language in the construction of security. (...) This panel wants to explore what discourse theory can contribute to the development of comprehensive, theoretically sound conceptualizations of security and (de)securitization and which vantage points could and should be further pursued with this aim in the future. We are particularly interested in papers that address the following questions:

· How can we re-conceptualize securitization in terms of discourse theory? What does discourse theory have to offer in terms of addressing, overcoming and potentially integrating the many critiques and theoretical tensions which have accompanied the deepening and widening of the security studies?
· How can we conceptualize the mechanisms and aspects of subversion of and change as well as the stabilization of security discourses?
· What can discourse studies contribute to the conceptualization of the normative dimension of securitization, particularly regarding the tension between its exclusionary tendencies on the one hand and its potential to mobilize (political) resources on the other hand?

While the panel is focused on theoretical approaches, submissions using empirical cases to underline their arguments and/or theory-driven case studies are welcome.

Please submit your abstract of no more than 250 word to Hannah Broecker, broecker@staff.uni-marburg.de and Elena Dück, elena.dueck@uni-passau.de. The deadline has been extended to November 14th, 2019. For more details see the attached pdf.

 

Panel: Twenty years on: Konzept- und Methodeninnovationen in der politischen Diskursforschung

Diskursforschung hat sich in den zwei vergangenen Dekaden als Forschungszweig in der Politikwissenschaft etabliert. Auch in den Internationalen Beziehungen haben Diskursstudien seit der konstruktivistischen Wende einen festen Platz eingenommen und untermauern das sozialkonstruktivistische Argument mit der These von der kommunikativen und diskursiven Rationalität politischen Handelns. Dieses Panel versammelt Beiträge, die aktuelle Entwicklungen in der politischen Diskursforschung vorstellen. Sie reflektieren, welchen Beitrag Diskursansätze heute über diese ontologische Prämisse hinaus leisten. Welche innovativen theoretisch-konzeptionellen Zugänge zum Politischen und zu international-transnationaler Politik haben Diskursstudien in jüngerer Zeit hervorgebracht? Welche Methoden-Innovationen? Das Panel weitet den Blick über die etablierten meta-theoretischen Positionierungen hinaus und zeigt die Pluralität von Diskursansätzen auf, die mit politik- und sozialwissenschaftlichen Konzepten fruchtbar gemacht werden können.

Wir freuen uns wenn Ihr Eure und Sie Ihre aktuellen Arbeiten unter diesem Blickwinkel vorstellt.

Bei Interesse sendet ein Abstract in deutscher oder englischer Sprache (max 250 Worte, fünf Keywords und Kontaktdaten) bis zum 14.11.2019 per E-Mail an Amelie Kutter (kutter@europa-uni.de) und Christiane Barnickel (barnickel@europa-uni.de).

 

Panel: The World is Enough: Weltsemantiken internationaler Organisationen

Die Welt als Referenzpunkt für eigene Aufgaben und Funktionen zu nehmen, ist ein zentrales Kennzeichen internationaler Organisationen. Diese tragen die Welt explizit in ihrer Bezeichnung, etwa als Welthandelsorganisation, Weltbank oder Weltgesundheitsorganisation oder sie beziehen sich in ihrer Aufgaben- und Weltbeschreibung direkt auf die Welt, wie z.B. der IPCC und seine Zuständigkeit für die Weltklimapolitik oder der Welttreuhandfonds für Kulturpflanzenvielfalt (GDCT). Auf diesem Wege verorten sich internationale Organisationen in ihrer (Um-)Welt und geben Auskunft über ihr Selbst- und Weltverständnis. 
Unklar bleibt bei diesen Weltnennungen, welche Welt durch die jeweiligen internationalen Organisationen adressiert wird. Worauf bezieht sich der Anspruch der Repräsentation konkret? Wie wird diese Welt dargestellt und von anderen Welten abgetrennt? Warum braucht es überhaupt diese Weltnennung? Handelt es sich – wie alltagssprachlich anzunehmen – um alle Staaten oder Länder, um alle Menschen oder um eine ausgewählte Gruppe, die stellvertretend für die „ganze“ Welt steht? Und wenn nicht alle gemeint sind – wer wird warum ausgeschlossen und welchem Zweck dient dieser Ausschluss?
Weiter stellt sich die Frage, welche Rolle internationale Organisationen in „ihrer“ Welt spielen. Was wollen internationale Organisationen für „ihre“ Welt leisten, welche Ziele verfolgen sie und
Im Anschluss daran lässt sich der Zusammenhang von Weltsemantik und Weltordnung stellen: Welche Verbindung wird zwischen einer bestimmten Vorstellung von Welt und einer konkreten Ordnung gezogen? Wir wünschen uns für dieses Panel Beiträge, die die Weltsemantik internationaler Institutionen genauer vermessen und ihre Bedeutung für internationale Organisationen und internationale Politik näher ausloten. Sowohl rein theoretisch orientierte als auch methodisch und empirisch interessierte Beiträge sind willkommen.

Das Panel wurde in Kooperation mit der AK Soziologie der Internationalen Beziehungen der DVPW initiiert.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr uns bei Interesse ein Abstract (150-250 Worte, fünf keywords und Kontaktdaten) bis zum 14.11.2019 (12 Uhr mittags) per Email an Eva Herschinger(eva.herschinger@unibw.de) und Martin Koch (martin.koch@uni-bielefeld.de) zukommen lassen könntet.

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Herzliche Grüße im Namen der Organisator*innen und Sprecherinnen der Themengruppe,

 

Amelie Kutter

Dr. Amelie Kutter

Akademische Mitarbeiterin

Europa-Universität Viadrina, Kulturwissenschaftliche Fakultät

Telefon: +49 335 / 5534 2541
Email: kutter(at)europa-uni.de

Web: www.amelie-kutter.net

Veranstalter*in
Themengruppe Diskursforschung der DVPW
Medien