15th International Conference of the German Association of Semiotic Studies: “Borders”, September 12—16, 2017, University of Passau, Germany

Category
Date
12. September 2017 14:00 - 16. September 2017 14:00
Registration Deadline
31. August 2017

15. Internationalen Kongress 2017 der Deutschen Gesellschaft für Semiotik (DGS) e.V.
„Grenzen. Kontakt – Kommunikation – Kontrast“

CFP: Panel „Semiotische Medientheorien? Möglichkeiten und Grenzen medientheoretischer Zugänge zu Zeichen und Zeichengebrauch“

Das Panel verfolgt das Ziel, die Möglichkeiten und Grenzen einer engeren Verbindung von Zeichen- und Medientheorie zu diskutieren. Dabei liegt der besondere Fokus auf einer theoretisch und empirisch reflektierten Grenzziehung zwischen Zeichen und Medien. Das Panel verspricht sich von dieser Schwerpunktsetzung wechselseitige Impulse, die sich aus Bezügen zwischen einer erkenntnistheoretisch fundierten Zeichentheorie einerseits und empiriegestützten Ansätzen der Medientheorie andererseits ergeben können. Im Mittelpunkt des Interesses steht also das Wechselspiel der Gegenstandsbereiche Zeichenhaftigkeit, Medialität und Materialität multimodaler Kommunikation aus theoretischer, empirischer und methodologischer Perspektive.
Ausgangspunkt der Diskussion können relevante aktuelle Zeichen- und Medientheorien in ihrem Verhältnis zueinander sein sowie empirisch orientierte Zugriffe auf sprachliche und nicht-sprachliche Zeichen- und Medienpraktiken in Produktion, Distribution und Rezeption. Dabei sind die Interdependenzen zwischen den Zeichen in Form von Wort, Satz, Text, Diskurs, Bild, Ton und Film und der medialen Infrastruktur von besonderem Interesse. So könnte zum Beispiel diskutiert werden, mit welchen Konzepten und empirisch-methodologischen Grundierungen Interdependenzen zwischen Medien und Zeichen zu fassen sind. Wir möchten vor diesem Hintergrund zu einem transdisziplinären Diskurs über das Verhältnis von Zeichen, Medialität und Materialität aus theoretischer und empirischer Sicht einladen.

Zu den erkenntnis- und diskussionsleitenden Fragen des Panels zählen u.a. die folgenden:
- Gibt es die Möglichkeit oder gar Notwendigkeit von Grenzziehungen zwischen semiotischen und technischen Medien? Wenn ja – wo verlaufen diese Grenzen und wie sind sie zu denken? Wenn nein – inwiefern sind Zeichen und Medien begrifflich und/oder in der kommunikativen Praxis verwoben?
- Welche Möglichkeiten und Perspektiven bietet ein technologischer Medienbegriff für zeichentheoretische Fragestellungen?
- Welche Schlussfolgerungen lassen sich aus einer erkenntnistheoretisch fundierten Zeichenphilosophie für aktuelle medientheoretische Fragestellungen ableiten?
- Welche neuen Fragestellungen können daraus für die empirische Medien- und Kommunikationsforschung erwachsen?
- Lassen sich multimodale Texte/Kommunikate (z.B. in sozialen Netzwerken oder in Online-Zeitschriften) angemessener beschreiben, wenn man die Trennung zwischen technologischem und semiotischem Medienbegriff aufhebt?
- Welche Möglichkeiten erwachsen aus einem semiotischen Medienbegriff für Forschungen zu ästhetischen Fragestellungen (z.B. Design, Architektur, Mode, Street Art)?
- Inwiefern lassen sich Phänomene des Medienwandels mit Hilfe zeichentheoretischer Ansätze begrifflich und/oder empirisch erfassen, und inwiefern beeinflusst der Medienwandel die Konzeption von Zeichentheorien?
- Wie und wo können Konzepte wie Medium, Medialität, Materialität und Zeichengebrauch einen erkenntnistheoretisch reflektierten Platz in einer „semiotischen Medientheorie“ finden?
- Welche methodologischen und methodischen Ansprüche erwachsen aus der Kombination zeichen- und medientheoretischer Perspektiven? Wo liegen die Grenzen tradierter Methoden für die empirische Erforschung von Zeichen- und Medienpraktiken und wo lassen sie sich kombinieren und erweitern?

Informationen zu Organisation und Ablauf
Der Kongress wird vom 12. bis 16. September 2017 an der Universität Passau stattfinden. Bitte senden Sie Ihr Abstract weitestgehend unformatiert und in einem bearbeitbaren Format (idealerweise Word) an:
Jan Georg Schneider (schneiderj@uni-landau.de) und Stefan Meier (stefan.meier@uni-tuebingen.de).

Einsendefrist ist der 15.11.2016. Ihr Abstract sollte beinhalten: Titel des Vortrags, Name der Referentin oder des Referenten, Beschreibung des geplanten Vortrags (max. 300 Wörter), Institution, E-Mail-Adresse, Kurzlebenslauf (als Fließtext) und bis zu fünf einschlägige Publikationen der Referentin oder des Referenten.

Die Vorträge sollten eine Länge von 20 Minuten nicht überschreiten. Eine Veröffentlichung ausgewählter Panels ist geplant.

Organizer
Panel „Semiotische Medientheorien“ und Einreichungen für das Panel:
Jan Georg Schneider (schneiderj@uni-landau.de) und Stefan Meier (stefan.meier@uni-tuebingen.de)

Konzept der Konferenz: Jan-Oliver Decker (Jan-Oliver.Decker@uni-passau.de)
Organisation der Konferenz: Stefan Halft (Stefan.Halft@uni-passau.de)
Contact Person
Jan Georg Schneider / Stefan Meier
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